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February 15 2012
ACTA-Protest im Spam? Die Botschaft ist eindeutig!
Liebe EU,
bei klirrender Kälte sind wir, Deine Bürgerinnen und Bürger, auf die Straße gegangen und haben gegen ACTA protestiert. Wir haben uns lustige Schilder gebastelt mit Sprüchen aus diesem „Internet“, um genau dieses zu verteidigen. Wir haben aber auch protestiert gegen intransparente Politik, die Kritik an sich mit „Ihr wisst doch, dass wir darüber reden“ abbügelt. Gegen Politik, die Abkommen gegen Produktpiraterie im Agrar- und Fischereiausschuss kurz vor Weihnachten absegnet, also wenn niemand hinschaut.
Nun wackelt ACTA, vielleicht kommt es durch, vielleicht auch nicht. Geschenkt. Denn verstanden habt ihr augenscheinlich nichts. Ganz offiziell heißt es da, alle ACTA-Mails landeten von nun an im Spamordner. Vernünftige Krisenkommunikation sieht anders aus, Internet hin oder her. „Seht her, Eure Bedenken sind uns so wichtig, wir haben nun extra Leute dafür abgestellt.“ wäre eine bessere Antwort gewesen. Dann hättet ihr die E-Mails natürlich immer noch aussortiert und das Krisenteam hätte mit vorformulierten Standardmails geantwortet, aber es hätte wenigstens gut ausgesehen.
So aber landen unsere Bedenken im Spam – dort wo auch die Produktpirat_innen für gefälschte Rolex, Viagra und Officepakete werben. Die Botschaft ist eindeutig.
Deine Bürgerinnen und Bürger
